Sterne des Südens

1. September 2011
Mond

Abends betrachten wir den Sternenhimmel. In der südlichen Hemisphäre sollen mehr Sterne zu sehen sein – was wir nur bestätigen können. Wir meinen sogar, dass wir den unserer Milchstraße mit ihrer ganzen Sternendichte erkennen können. Über uns erstreckt sich ein breites Band von Sternen, darüber und darunter sind weniger zu erkennen. Wir sehen verschiedene Sternbilder, die wir zwar nicht namentlich zuordnen können, aber es tut der Faszinationen keinen Abbruch. Die Sicht ist sogar so klar, dass wir bewegende kleine Sterne sehen. Moment, was? Sternschnuppen können das nicht sein, die würden sich schneller bewegen und nicht so regelmäßig. Und durch ihre schnelle Bewegung scheinen sie zudem ein Schweif hinter sich zu tragen. Unsere bewegenden Sterne können nur Satelliten sein. Sehr gut zu erkennen bewegen sie sich auf einer elliptischen Umlaufbahn und ziehen vor anderen Sternen vorbei.

Beim Abendessen gibt es passend dazu Sternfrüchte, oder mit dem richtigen Namen auch Karambole-Früchte. Sie gehört zu den Sauerkleegewächsen und trägt bis zu 12 cm lange Früchte. Die Früchte sind fünfkantig und wenn man sie quer schneidet, haben die Scheiben eine Sternform. Das Fruchtfleisch schmeckt aromatisch, erfrischend und leicht säuerlich. Die Sternfrucht soll dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken. Uns erinnert der Geschmack an einen grünen Apfel, nur nicht ganz so sauer, aber sehr sehr frisch. Ein exotischer Genuss in exklusiver Atmosphäre. In den Restaurants liegen noch andere, neue Spezialitäten bereit, denn auf Tahiti wurde das Schiff neu beladen. Das heißt aber nicht, dass die Produkte dort angebaut wurden. Die Mangos stammen zum Beispiel aus Ecuador. Besonders angetan hat es uns jedoch die Ananas. Sie ist deutlich kleiner als die uns bekannte Standard-Costa-Rica-Ananas, tief gelb und trieft nur so vor Saft. Ein himmlischer Genuss in Gelb. In den nächsten Tagen erwarten uns auch noch frische Avocados – allerdings nur vielleicht. Der zuständige Manager für die Versorgung an Bord erzählt uns, dass er 25 Kilo Avocados in seinem Büro persönlich bei Zimmertemperatur reifen lässt. Unter seinem Schreibtisch, da stören sie nicht. Denn das Schiff habe keinen separaten Lagerraum für Früchte, die nachreifen müssen. Die Mangos und Papayas genießen eine ähnlich privilegierte Behandlung in weiteren Büros des Personals. Die Avocado, so der Manager, muss reifen, aber darf nicht dabei braun werden. Ein Kunststück. Er ist sich nicht ganz sicher, ob es funktioniert. Denn die Früchte mussten etwas unreif geerntet werden. Wir sind gespannt.

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